Ginseng - bei Erschöpfungszuständen

Naturheilkunde
von
Mag. pharm. Arnold Achmüller
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    Aktualisiert am 12.01.2024

    Ginseng wird in weiten Teilen Asiens nicht umsonst als die „Wurzel des Lebens“ bezeichnet. Seit mehr als 2.000 Jahren wird Ginseng als Stärkungsmittel und als eines der bedeutendsten Heilmittel in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt.

    Ginsengwurzel hat in Ländern wie Korea und China eine jahrtausendealte Tradition. Die Wurzel wird besonders für ihre stärkenden Eigenschaften geschätzt, die dazu beitragen, nachlassender Leistungsfähigkeit und Müdigkeitsanfällen entgegenzuwirken.

    Die Ginsengwurzel enthält sogenannte Ginsenoside, die Infektionsanfälligkeit und stressbedingte Erschöpfungszustände verringern können. Zudem kann die Einnahme von Ginseng die Dauer und Schwere von Erkältungen reduzieren. Beobachtungen haben gezeigt, dass Ginseng nach Operationen zu einer schnelleren Erholung beitragen kann. Es wurde auch klinisch nachgewiesen, dass Ginseng bei Krebspatienten die häufig auftretende Fatigue, ein ausgeprägtes Müdigkeitssyndrom, reduziert.

    In klinischen Studien wurde außerdem beobachtet, dass die Einnahme von Ginseng die Konzentrationsfähigkeit, das Reaktionsvermögen und die geistige Leistungsfähigkeit verbessern kann. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Ginseng im Gehirn zellschützende Effekte haben könnte. Aktuelle Untersuchungen beschäftigen sich dementsprechend mit der möglichen vorbeugenden Wirkung von Ginseng bei Alzheimer.

    Zubereiteter Tee mit Ginseng und Ginsengwurzeln stehen auf dem Tisch. Ginseng hilft bei Erschöpfung, Müdigkeit und fehlender Konzentration.
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    Tipp: Ginseng richtig anwenden

    Ginseng wird am besten in Form standardisierter Präparate eingenommen. Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichend hohe Tagesdosierung von 200 bis 400 mg des Extraktes nötig. Die empfohlene Dosierung für den Tee liegt bei 1 bis 2 g zerkleinerter Droge pro Tasse.

    Pro Tag können 2 bis 3 Tassen getrunken werden.

    Nebenwirkungen sind zwar selten, allerdings kann die Einnahme hoher Mengen über einen längeren Zeitraum zu Schlaflosigkeit, Niedergeschlagenheit, Bluthochdruck und nervöser Unruhe führen. Ginseng sollte deshalb nicht länger als drei Monate eingenommen werden und in der Schwangerschaft gänzlich vermieden werden.

    Botanischer Steckbrief von Ginseng (Panax ginseng C.A. Mey)

    Der Echte Ginseng wird auch asiatischer oder koreanischer Ginseng genannt. Es handelt sich um eine mehrjährige Staudenpflanze, welche in den Gebirgswäldern Ostasiens von Korea über den Nordosten Chinas bis nach Russland natürlich vorkommt. Ginseng ist eine 30 bis 80 cm hohe Pflanze mit rundem Stängel, an dem meist vier lang gestielte, fünfzählig gefingerte Blätter in einem endständigen Wirtel stehen. In den Dolden befinden sich je 15 bis 30 kleine weiß-grünliche Blüten. Charakteristisch ist die spindelförmige Wurzel mit geteilter Spitze, die dadurch der Gestalt eines Menschen ähnelt.

    Mag. pharm. Arnold Achmüller
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